Red Emerald
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Red Emerald

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 Abgelegenes Waldstück

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Zozhou Feng

Zozhou Feng

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BeitragThema: Abgelegenes Waldstück   Abgelegenes Waldstück I_icon_minitimeFr Aug 10, 2012 9:17 am

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Ich bin geflogen... Das erste Mal nach langer Zeit... War ich frei. Trotzdem war mein Herz schwer, ich fühlte mich nicht frei, sondern eher einsam.

"Nngh..." Die Kraft verlies Azaur, nein, eher Zozhou. Er flog nun schon seit Tagen durch, seine Augen fielen ihm immer wieder zu. Ehe seine Flügel ganz aufgaben und er abstürzte, direkt über einem Waldstück. Gedämpft vom Geäst fiel er auf einen Baum zu, worauf er auch liegen blieb. Auf ein paar Ästen lag er ruhig dort, seine Augen zugekniffen, da sein Körper durch den Aufprall schmerzte. Er verfiel immer mehr dem Schlaf, doch war ihm dieser wohl nicht vergönnt. Der Ast brach durch, unsanft fiel Zozhou zu Boden. "Ite...", knurrte jener und stand auf, hielt sich den Kopf und kniff ein Auge zu, während er sich umblickte. Ein Mädchen starrte ihn an, fast als wäre er ein Geist. Doch sie schien sich zu beruhigen und lächelte ihn freundlich an. "Kommt nicht oft vor, dass jemand vom Himmel abstürzt. Bist du ein Engel?" - "Nein. Und ehrlich gesagt will ich auch keiner sein. Falls es dir nichts ausmacht... Könntest du mir sagen wo genau ich hier bin?" - "In Laskiar. Besser gesagt am Rande der Stadt. Ich würde nicht sagen dass das Dorf hier zu Laskiar gehört, auch wenn wir noch in der Stadt sind.". kicherte sie. Zozhou verstand nicht wirklich, es war ihm aber auch egal gerade. Seufzend ging er durch das Dorf, blickte sich um. Zumindest war es hier ruhig, keiner Fragte ihn irgendetwas. Auf einer kleinen Brücke machte er es sich bequem, setzte sich auf den Rand und blickte über den Fluss, lächelte in den Sonnenuntergang. Mal schauen, wie lange er hier blieb. Es hielt ihn nichts hier, vielleicht passierte etwas, dass ihn dazu brachte hier zu bleiben, vielleicht auch dass er ging. Solange er die Zukunft nicht kannte war es Zozhou recht. Er legte seine Hand auf seine Brust, schloss die Augen. "Was meinst du, Nee-chan?", sagte er ruhig und lächelte breiter, als eine kleine, schwarze Schlange sich um sein Handgelenk schlang. "Dir gefällt es hier, hm? Dann habe ich ja keine andere Wahl... Zumindest bleibe ich etwas hier..."
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Zozhou Feng

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BeitragThema: Re: Abgelegenes Waldstück   Abgelegenes Waldstück I_icon_minitimeFr Aug 10, 2012 3:52 pm

Bis in die Nacht saß Zozhou dort, blickte in die Sterne. Sie sahen anders aus als die, die er vor längst vergangener Zeit seiner Schwester zeigte. Als er merkte, wie etwas an seinen Haaren zog blickte er überrascht nach unten auf ein kleines Mädchen, welche mit großen Augen zu ihm sah. "Du bist nicht Mama. Du bist hässlich." Zozhou, der doch etwas eitel war fühlte sich etwas gekränkt, gereizt zuckte sein Mundwinkel etwas nach oben während er versuchte freundlich zu dem Mädchen zu lächeln. "Du hast deine Mutter verloren?" - "Nein. Mama hat mich verloren. Jetzt suche ich sie. Mama ist nie ganz da, sie verliert mich ständig.", kicherte das junge Mädchen. Ein warmherziges Lächeln ruhte auf Zozhous Lippen, er ging von dem Geländer runter und kniete sich zu dem Mädchen. "Du bist groß!", sagte sie nur und Zozhou lachte. "Sieht so aus. Im Gegensatz zur dir halben Portion ja." Nun schien das Mädchen beleidigt, es plusterte die Wangen auf und blickte mahnend zu Zozhou. "Ich werde auch groß sein! Größer als du!" Zozhou musste lachen. "Gut, dann musst du aber noch ein ganzes Stück wachsen!" Er unterhielt das Mädchen noch eine Weile, redete mit ihr und spielte mit ihr, was auch immer die Kleine machen wollte. Bis sie auf Zozhous Schoß einschlief, er ihr ruhig über den Rücken strich. Nach Stunden hörte er plötzlich eine Frau rufen. "Mara! Mara wo bist du?" Er stand auf, hielt die Kleine in seinem Arm und legte senkrecht den Zeigefinger über die Lippen, blickte die Frau an. "Leise, sonst wacht sie noch auf." - "Oh, den Göttern sei dank!", meinte die Frau und nahm Zozhou die Kleine ab, die Frau wirkte überglücklich. "Danke, dass sie sich um Mara gekümmert haben." Mit einer tiefen Verneigung drückte sie ihren Dank aus, Zozhou nahm ihre Hand und ging vor ihr auf die Knie, deutete einen Kuss an. "Gern geschehen. Passt auf sie auf. Nicht alle bekommen eine Familie geschenkt, beschützt sie." Die Frau lächelte lieblich, bedankte sich erneut bei Zozhou und ging dann. Jener blickte ihr noch hinterher bis sie außer Sichtweite war, seufzte und setzte sich wieder auf den Rand der Brücke, blickte weiter in die Sterne.
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BeitragThema: Re: Abgelegenes Waldstück   Abgelegenes Waldstück I_icon_minitimeFr Aug 17, 2012 9:27 am

Vier Jahre später -

Leis schlummernd saß Zozhou noch immer auf der Brücke, bis ihm die Sonnenstrahlen des Morgen weckten. Er blinzelte gegen das Sonnenlicht, gähnte und blickte über das Wasser. Zumindest war der Anblick nicht schlecht, wo es doch so hell war und vor allem er geweckt wurde. Genervt seufzte Zozhou, stand auf und streckte sich. Schon so früh waren fiele Menschen unterwegs. Sie störten sich nicht an Zozhou, dass er immer dort war. Nein, sie grüßten ihn und Zozhou schenkte ihnen ein Lächeln, grüßte sie ebenfalls. Es war fast als war er dort zuhause, er fühlte sich wohl in dieser Umgebung. Teilweise wurde er sogar gebraucht. "Nii-san!", rief Mara, Zozhou blickte zu ihr. "Mara... Wie geht es dir?", sagte er und hob sie hoch, lächelte sie lieblich an. Mara kicherte, knuddelte sich an Zozhou. "Mama hat mich wieder verloren. Sie weis aber, dass ich hier bin! Ich wollte Nii-san besuchen." Zozhou kicherte, schmuste sich an Mara. "Das ist lieb von dir, dankeschön." Er lies sie wieder runter, setzte sich an einen Baum während Mara über die Wiese tollte, streng bewacht unter dem hütenden Auge von Zozhou versteht sich selbstverständlich. "Mara, komm her, dann zeige ich dir mal etwas." Mit großen Augen blickte Mara zu Zozhou, dessen Namen sie nicht aussprechen konnte und ihn deswegen Nii-san nannte. "Was denn?" Wieder kicherte Zozhou. "Das siehst du ja dann." Er lies einen Pinsel entstehen, malte einen Schmetterling in die Luft, der dann wirklich wurde, lebte. Die großen Augen von Mara funkelten überglücklich, ihr Lächeln wirkte strahlend. Es erinnerte Zozhou an seine Schwester, weswegen er Mara in sein Herz geschlossen hatte. "Verlier dieses Lächeln nicht, Mara." Etwas verwirrt blickte Mara zu Zozhou, lächelte dann aber wieder. "Okay!" Nachdem Halore, die Mutter von Mara sie wieder einsammelte bedankte sie sich so wie immer bei Zozhou, der mindestens drei mal in der Woche auf Mara aufpasste weil sie wegrannte. "Wenn du es nicht kannst beschütze ich sie, Halore." Er ging zu ihr und legte eine Hand auf ihre Schulter, lächelte sie zuversichtlich an. Halore wurde rot, lächelte wunderschön und bedankte sich leise, ging. Doch ehe sie ganz verschwand gab sie noch Zozhou eine Einladung in ihr Haus für Maras Geburtstag. Zozhou war überrascht, doch glücklich.
Die kleine Schlange, Ravar, zischte etwas. "Was meinst du damit, ich sehe glücklich aus? Es ist lediglich ein Akt. Ich möchte hier nicht weg, also muss ich freundlich tun um nicht zu fliegen.", meinte er kalt und blickte emotionslos durch die Gegend. Er hatte natürlich gelogen. Wollte er doch wieder eine liebende Familie haben, das warme Gefühl geliebt und gebraucht zu werden. Er schloss die Augen, legte seine Hand auf die Brust und seufzte. Noch ehe er irgendetwas sagen konnte war er wieder eingeschlafen, Zozhou schlief immer viel und besonders lang. Ohne schlaf war er wirklich noch wie Azaur, vielleicht noch aggressiver.
Am Morgen weckten ihn diesmal nicht die Sonnenstrahlen, sondern Krieger von Blue Amethyst. Perplex stand Zozhou auf, rannte dort hin wo die Krieger waren. Sie griffen nicht an. Was Zozhou seltsam fand. "Was wollt ihr!?", rief er mit aggressivem Blick, bereit diese Stadt zu schützen. "Ah. Du also bist es. Azaur, richtig?" Die Augen von Zozhou weiteten sich. "Dein Geruch ist derselbe. Du stinkst wie vor fünftausend Jahren! Nach Tod und Verwesung..." Der Krieger lachte, Zozhou knurrte brutal. "Lofahr... WAS WILLST DU HIER!?" Lofahr, ein ehemaliger Kamerad als Zozhou noch in Diensten von Arez stand, lachte nur weiter. "Dich töten. Für deinen Verrat. Du hast Arez verraten, dafür gebührt dir und alle die dir helfen der Tod!" Mit dem Schwert ging Lofahr auf Zozhou los, welcher den Hieben auszuweichen versuchte. Er wollte Lofahr nicht töten, da er damals ein Freund gewesen war. "Lass es... Bitte..." Doch Lofahr schlug wild weiter auf Zozhou ein, der tiefe Wunden erhielt. Bis zum Rande einer Klippe drängte Lofahr Zozhou, er grinste breit und weitete die Augen schier wahnsinnig. "STERB!" Doch da Zozhou mit einer leichten und unerwarteten Bewegung auswich rutschte Lofahr ab, stürzte in seinen sicheren Tod. "Lo-kun!", rief Zozhou und flog ihm hinterher, wollte im letzten Moment nach seiner Hand greifen doch prallte Lofahr auf einen spitzen Felsen auf, schrie laut. Sofort zog Zozhou ihn aus dem Felsen, versuchte ihn zu heilen. Selbst als Lofahr ihn mit seinem Dolch schnitt stoppte er nicht. "Nimm mir nicht noch meine Ehre...", fauchte Lofahr und lächelte Zozhou an. "Wo du mir schon meinen Freund genommen hast..." Perplex weitete Zozhou die Augen. "Lo..." - "Hehehe....he.... Scheint, als wäre ich gescheitert... Wo warst du... Wir haben... dich vermisst.." Zozhou blickte völlig verwirrt zu Lo, Tränen bildeten sich in seinen Augen. "Ah... Du bist immer noch so eine Heulsuse wie damals." - "LO!" Zozhou versuchte ihn weiter zu heilen, doch der Tod war schneller. "Zozhou... Danke." Zozhou zuckte zusammen, blickte noch immer weinend auf Lofahr, lehnte sich dann an dessen Brust und weinte bitterlich. Er mochte es nicht einen Freund zu verlieren, und mit Lofahr hatte er einen sehr guten Freund verloren. Fast schon einen Bruder.
Sich die Tränen wegwischend ging Zozhou wieder in das Dorf, welche alle ziemlich eingeschüchtert wirkten. Mara wollte auf ihn zurennen, doch hielt Halore sie zurück. Fragend blickte Mara zu Zozhou. "Nii-san?" - "Gomene... Mara. Ich glaube ich kann nicht mehr mit dir spielen.", sagte jener mit einem lieblichen Lächeln. "Warum?" Zozhou hielt sich den Kopf, lachte leis. "Weil ich gehen muss. Es tut mir Leid." Er spannte seine Flügel aus. Er war nicht mehr willkommen. Mara weinte, er hörte es und spürte die Stiche in seiner Brust.

Gomene.

tbc: Verlassenes Dorf Lunata
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