Red Emerald
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Red Emerald

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 Friedhof

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Lavey Silversky
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BeitragThema: Friedhof   Friedhof I_icon_minitimeMi Apr 04, 2012 11:22 am

Gleich hinter diesen Toren liegt der Friedhof von Ethilion.
Der Friedhof hier wird nicht gerne besucht, da sich dort unheimliche Ereignisse zutragen. Im Mausoleum des Friedhofes soll ein junger Mann leben.
Es gibt einen kleinen Hügel am Friedhof. Wenn man dort ist und in den Nebel schaut wirkte es als würde man von weit oben auf die Wolken herunter sehen, ein Ort, andem Märchen entstehen. Ein Ort, an dem man entspannen kann. Auch gibt es einen Platz, an dem man in der Nacht den Mond in einer wundervollen, roten Farbe bewundern können, allerdings nur in jener Nacht, in der er auch rot scheint. Das ist immer einmal im Monat, der Tag ist unterschiedlich. Der Ort hat etwas magisches, viele gehen einfach nur dort hin und um dem Spektakel zuzuschauen, andere glauben, dieses Ereigniss gebe einem Kraft. Warum der Mond an einer Nacht sich rot färbt weis keiner.

Bilder:
 
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BeitragThema: Re: Friedhof   Friedhof I_icon_minitimeMi Apr 04, 2012 11:47 am

First Post:

- Auf dem Hügel am Friedhof

Man könnte genauso gut den Ausblick genießen, doch Lavey las in der Zeit lieber ein Buch. Einer seiner Beschwörungen, Falaza die Rabenlady, hatte Lavey gesagt, dass das Mausoleum damals noch ein Bewohntes Schloss gewesen war, hatte ihm gar die Bibliothek gezeigt in dem viele alte Bücher noch standen. Lavey hatte Glück gehabt noch eines gefunden zu haben welches noch nicht völlig durchlöchert war, von Bücherwürmern zerfressen. Diese Bücherwürmer waren schwarze, kleine Wesen die sich tatsächlich an den Worten von Büchern laben, die Tinte von den Büchern fressen. Lavey fand sie irgendwo noch süß. Nein, das war es nicht einmal. Er begann etwas zu zittern, da ihm kalt wurde, aber er bemerkte es nicht, war zu vertieft in das Buch. Es war ein Märchenbuch, aber keines wie Aschenputtel oder so etwas, nein, es waren brutale, kalte Märchen, die nie ein gutes Ende fanden. Lavey mochte Märchen, sie hatten etwas an sich, was ihn erfreute, doch bei diesen bekam er nur eine Gänsehaut. Dennoch konnte er nicht aufhören zu lesen. Er wollte wissen, wie es aus ging. Selbst wenn es ihm wohl noch die Tränen in die Augen brachte. Lieber weinte er als mitten im Buch aufzuhören.
Als er dann fertig war hatte er zum Glück doch nicht weinen müssen, er stand auf und ging wieder in das Mausoleum, brachte das Buch weg.

- In der Bücherei des Mausoleums

Lächelnd betrachtete Falaza Lavey wie dieser mühelos, dank seiner Größe, das Buch wieder dort hin stellte wo er es her hatte. "Und? Wie war es, wenn der tapfere Ritter am Ende den Tod statt seiner Geliebten findet?" - "Es war bemitleidenswert, aber zumindest ist er glücklich gestorben. Viele finden kein solch schönes Ende, es wäre eine Beleidigung gewesen, hätte ich geweint, falls du das wissen willst." - "Och, du hast also nicht geweint? Wie schade. Ich mag deine Tränen, Kleiner, sie sind so rein." Falaza stand auf, ihr Rabe saß auf ihrer Schulter. "Ich würde zu gerne jemanden weinen sehen... Weinst du für mich? Ich kann es nicht." Lavey ging zu ihr, legte seine Hand auf ihre Wange und schloss die Augen, eine Träne entwich seinem Auge. Er wusste, welchen Schmerz sie durchgemacht hatte, wie gerne sie weinen wollte, also weinte er für sie. Falaza schloss die Augen, ein Lächeln lag auf ihren Lippen. "Lavey, das war nicht so gemeint..." - "Doch, wenn du ehrlich bist war es so gemeint." Er öffnete die Augen, weinte noch weiter, tonlos. Falaza kicherte, gab ihm einen Kuss auf die Stirn. "Du bist zu lieb, Lavey. Vielen Dank. Ich weis, warum ich einen Pakt mit dir geschlossen habe, mein Kleiner. Dein Herz ist rein, du wirst immer nur missverstanden... Ich fühle mich dir verbunden, deswegen. Und ich wünsche dir Glück, dass du jemanden findest der dich versteht, bei dem du auch bleiben kannst." Wieder schloss Lavey die Augen. "Mir graut es vor dem Tag, an dem ihr mich verlasst. Dann werde ich alleine sein." Auch Falaza schloss die Augen. "Es tut mir Leid das ich nicht immer bei dir sein kann. Ich könnte, wenn ich meine Rache vergessen würde." Mit traurigem Blick riss Lavey die Augen auf. "Nein! Ich habe es dir versprochen, ich werde dir helfen, dass du dich rächen kannst! Selbst wenn ich irgendwann alleine bin, aber ich erfülle den Pakt! Ich habe es dir doch versprochen!" Lauthals lachte Falaza los. "Das ist doch nicht wichtig! Du wirst nicht allzu lange leben, Lavey. Wenn du alle Pakte erfüllst dann wirst du keine Zeit mehr haben um dein eigenes Leben zu führen. Das will ich nicht. Blae und Swariswa auch nicht." Lächelnd schloss Lavey abermals die Augen, nickte leicht. Er wusste, Falaza und Blae sowie Swariswa waren sehr fürsorglich und wollten das Beste für Lavey. Den anderen war es egal. Naja, Sakura Sword konnte nichts dafür, sie hatte keine Seele und keine Gefühle. Aber Lavey hatte ihr ja versprochen, er fand eine Seele für sie. Lavey lies sich fallen, fiel auf Falaza die ihn in den Arm nahm. "Müde...", meinte er nur, fühlte sich nicht nur müde sondern schmerzte sein Körper auch etwas. Falaza war für Lavey nicht nur eine Paktpartnerin, nicht nur eine Beschwörung sondern eine Art Mutterersatz. Sie hatte die Rolle nur zu gerne übernommen, als sie noch Kriegerin war hatte sie nie Zeit gehabt eine Familie zu gründen, Kinder zu bekommen. "Dann schlaf etwas, mein Kleiner.", sagte Falaza und brachte Lavey noch zu seinem Bett, was ein Sarg war. Sie legte ihn dort hinein, strich ihm die Haare aus dem Gesicht. Wenn er dort lag sah er aus als wäre er tot, seine Haut so blass, gequält sah er aus. "Irgendwann wird es dir gut gehen, mein Kleiner. Dann wirst du uns nicht mehr brauchen, glaube mir das. Dein Märchen hat ein Happy Ending, dafür sorge ich." Falaza verschwand, alles was dort blieb war eine schwarze Feder von ihrem Raben.


Zuletzt von Lavey Silversky am Mi Apr 11, 2012 1:51 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Friedhof   Friedhof I_icon_minitimeMi Apr 04, 2012 12:37 pm

Am frühen Morgen erwachte Lavey, als ihn die Sonnenstrahlen weckten, die durch das mit Staub bedeckte Fenster fielen. Er musste niesen, da die Sonnenstrahlen ihn an der Nase kitzelten. Ruhig stand er auf und klopfte sich den Staub ab, der sich schonmal gerne über Nacht auf seiner Kleidung absetzte. Gerade wollte er nichts anders, nur seine Ruhe für den Moment. Er ging hinaus, auf den Hügel, wie sonst immer.

- Auf dem Hügel am Friedhof

Der Wind strich zärtlich über den Hügel, Lavey schloss die Augen und breitete die Arme aus. In seinem Inneren stritten sich wieder einige seiner Beschwörungen. Er genoss es, nicht dass sie sich stritten, sondern das sie so lebendig waren. Keinesfalls bereute er es, mit ihnen einen Pakt geschlossen zu haben. Nur mit einem, das war das Kinde Anubiz. Er hasste Anubiz dafür, das er ihn so quälte. Bei dem Gedanken kamen Lavey die Tränen, er fiel auf die Knie und weinte. Bisher wusste keiner seiner Beschwörungen, selbst das Kinde Anubiz nicht, was damals passiert war. So war es auch gut, so sollte es sein. Keinesfalls wollte Lavey ihnen zur Last fallen, er trug seine Qualen alleine, auch wenn er sich manchmal von ihnen trösten lies. So verweilte er den ganzen Tag, stand einfach nur auf dem Hügel und schaute in den Nebel, schwälgte in Erinnerungen die er nur zu gern vergessen wollte.
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BeitragThema: Re: Friedhof   Friedhof I_icon_minitimeMi Apr 04, 2012 10:51 pm

Die Nacht brach hinein. Lavey schloss die Augen und holte tief Luft. "Those beautiful wings seems like they're darkness. Those red eyes, they look like blood. Stand right beside me, I'll hold your beauty forever. Falaza!" Die Rabenlady Falaza erschien, knuddelte gleich Lavey um. "Du musst mich doch nicht jede Nacht beschwören, Lavey!", kicherte sie und er schloss die Augen, seufzte. "Doch, muss ich. Ansonsten habe ich Angst, du beißt den anderren Beschwörungen den Kopf ab." Falaza schnaufte und Lavey kicherte, drückte sie kurz und ging einen Schritt zurück, strich Falaza über die Wange. "Lavey? Tust du der alten Falaza einen ganz großen Gefallen?" Der fragende Blick von Lavey ruhte auf Falaza. "Ich brauche driiiiingend..." - "Nein." Er drehte sich um und sie knuffte ihn wieder, kicherte lieblich. "Bitte! Du weißt, dass ich dringend neue Klamotten brauche!" - "Und du weißt sehr wohl, das ich kein Geld habe." - "Aber wir haben doch Cheatia!" Seufzend beschwor Lavey seine Geisterbeschwörung: "Ghost of darkness, send me to the other world. Let me see how they're feeling, let me take the pain of the pityful souls of the death, of those who could not go to Nirvana. Cheatia!" Sofort sprang Cheatia an die Gurgel von Falaza, welche den Geist nur von sich weg trat. "Einen Scheiß werde ich für dich! Ich klaue dir keine Kleidung, du hast genug. Und weißt du was? Du bist TOT! Tote brauchen keine Kleidung mehr!" Lavey sah zu Chetaia, seufzte. "Macht das unter euch aus. Ich möchte nicht in die Schusslinie geraten." Lauthals lachte Chetaia. "Schade, dann stirbst du aber vielleicht und ich bekomme dein Körper." - "Chetaia! Hör auf Lavey Flausen in den Kopf zu setzen! Er wird noch lange nicht sterben!" Wieder stritten sich die Beschwörungen weiter, Lavey lies Chetaia verschwinden und lehnte sich an Falaza. "Nicht streiten.", hauchte er, da er Streit nicht mochte. Falaza entschuldigte sich und legte die Arme um Lavey, ihre Raben schmusten sich an sie und Lavey. "Ist ja alles gut. Keiner streitet sich." Gegen Streit war Lavey schwach, konnte schnell weinen, denn er hatte Angst vor Hass. Mochte ihn nicht. Es ging ohne Hass allen besser, so viele Gräber müssten hier gar nicht stehen. Nun weinte er doch, krallte sich in die Kleidung von Falaza, welche den Griff etwas festigte. "Lavey..."
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BeitragThema: Re: Friedhof   Friedhof I_icon_minitimeMi Apr 04, 2012 11:42 pm

- In der Bibliothek des Mausoleums

Neugierig suchte Lavey Bücher heraus, die er lesen konnte. Er brauchte ziemlich lange um drei Bücher zu finden. Zuerst legte er sie bei Seite, denn er wollte sich im Mausoleum etwas umschauen, wollte wissen, wer hier mal gelebt hatte.

- Kinderzimmer

Vorsichtig öffnete Lavey die Türe zu einem Zimmer. Sie lies sich nur schwer öffnen, weswegen Lavey mühen hatte die Tür zu öffnen. Er war ziemlich schwächlich und deswegen schaffte er es auch nicht auf anhieb. Aber nach einer kurzen Weile schaffte er es doch. Er tapste in das Zimmer, scheinbar das eines Kindes. 'Deswegen waren in der Bibliothek so viele Märchen.", dachte er mit einem Lächeln. Das Kind hatte es sicher gut bei seiner Familie, scheinbar war es geliebt worden. Das Zimmer sah, wenn man es entstaubte sicher schön. Nach der Einrichtung her war es wohl ein Mädchen gewesen. Er entdeckte einige Kritzeleien an der Wand und kicherte, erinnerte sich wie er es bei sich zuhause auch getan hatte, Wände bekritzeln. Ansonsten fand er nichts besonderes, nur Massen an Spielzeug und Stofftiere. Er ging wieder aus dem Zimmer und in das nächste.

- Schlafzimmer

Diese Türe war einfacher zu öffnen. Es war ein hübsch dekoriertes Schlafzimmer mit Ehebett, welches einen damals wohl noch weißen statt grauen Himmel hatte. Eine große Komode stand an der Wand zwischen den zwei großen Fenstern, wo graue Vorhänge vor hingen. Eine weitere Tür führte wahrscheinlich zum Bad, ein schneller Blick dort hinein bestätigte Laveys Vermutung. Er schloss die Türe zum Bad wieder und sah sich noch etwas im Schlafzimmer um. Auf der Komode stand noch eine kleine Spieluhr, Lavey zog sie auf und lauschte der lieblichen Melodie, die sie spielte. Während er sich weiter umschaute lies er sie einfach weiter laufen, es war eine freundliche Abwechslung zu den Streitereien. Aber es war nicht so schön wie der Gesang von Valkyria, denn sie hatte einfach eine atemberaubend schöne Stimme. Im Schlafzimmer fand er nichts interessantes mehr, also ging er in das nächste Zimmer.

- Das Zimmer des Butlers

Als Lavey in das Zimmer des Butlers bekam er schlagartig eine Gänsehaut, er hielt sich die Hand vor dem Mund, da es nach Verwehsung stank. Überall war getrocknetes Blut an den Wänden, auf dem Boden, den Möbeln... Sogar an der Decke! Auch lagen in Ecken und auf dem Bett Leichen. Er unterdrückte die Übelkeit die ihm hinauf stieg, er schloss die Türe wieder und rannte weg, lehnte draußen an der Mauer des Friedhofes.

- Friedhofstor

Mehrere Male atmete Lavey tief durch. Nun wusste er zumindest, dass sie nicht einfach ausgezogen waren. Nur frug er sich, wie jemand so etwas machen konnte. 'Wie kann jemand einfach Menschen töten?" Er seufzte und schüttelte den Gedanken ab, ging wieder in sein 'Zimmer'.

- Laveys Zimmer

Lavey setzte sich auf die Fensterbank, strich etwas Staub von der Scheibe um durch sie hindurch sehen zu können. Der Staub kitzelte ihn in der Nase und er nieste, Falaza kicherte. "Gesundheit, mein Kleiner. Was ist los? Du siehst so niedergeschlagen aus." Lavey erzählte Falaza von seiner Rundreise, sie sah ihn Stirnrunzelnd an. "Arme kleine Maus...", sagte sie und nahm ihn in den Arm, er lies sich einfach in die Arme von Falaza fallen, seufzte wieder. "Müde..." Falaza kicherte. "Dann schlaf, mein Kleiner." Lavey lies sich einfach in den Schlaf fallen, er war zu müde und sein Kopf schmerzte.
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BeitragThema: Re: Friedhof   Friedhof I_icon_minitimeFr Apr 06, 2012 12:11 am

Am nächsten Morgen erwachte Lavey, aber war dieses Mal nicht von der Sonne geweckt worden, denn er war noch bevor sie ihn wecken konnte wach geworden. Es war noch dunkel. Nach Luft hapsend setzte sich Lavey auf, kallte sich leicht in die Brust. Sein Körper zitterte und er versuchte, sich zu beruhigen, aber sein Körper hörte nicht auf ihn. Schreiend wand und krümmte er sich, keuchte immer wieder unter den Schmerzen qualvoll auf. Er biss sich leicht auf den Finger, beschwor Blae die ihn in den Arm nahm, sich die Hand aufschnitt und das Blut in die Hand von Lavey fließen lies. Das Blut nahm ihm die Schmerzen, dass er wieder ruhig atmen konnte, auch wenn ihm noch immer etwas schwummerig war. "Ist alles in Ordnung, Lavey?" - "Ja, danke." Blae lächelte und stand auf, stützte Lavey. "Auch, wenn du es nicht magst, du solltest zumindest eine Seele für dich selbst beanspruchen. Die Seele des nächsten Opfers wirst du benutzen, wäre das nicht besser?" Sie ging zu Lavey, der sich an das Fenster gestellt hatte. Ihre Füße berührten nur minder den Boden. Die Augen von Blae waren geschlossen. "Nein. Ich kann nicht, das fühlt sich einfach falsch an. Es sind ihre Seelen und nicht meine, ich habe nunmal keine..." Lavey musterte eine junge Frau die an einem Grab weinte. Sie war schon oft dort gewesen. Ein paar Mal hatte Lavey auch mit ihr gesprochen, hatte ihr auch das Angebot gemacht, ihr ein neues Leben zu schenken. Sie lehnte immer wieder ab, sagte sie schaffe es auch ohne ein neues Leben. Lavey glaubte ihr aber nicht. Jemand, der es schaffte sah anders aus, fand er. Ruhig ging er hinaus, zu ihr.

- An den Gräbern

"Yomi, hallo.", sagte er ruhig, Blae folgte ihm. Sie sorgte sich noch um ihn und wollte deshalb nicht von seiner Seite weichen. Die Frau, Yomi, drehte sich zu Lavey und lächelte ihn an, ihre Augen waren gerötet vom Weinen. "Hallo, Lavey-kun." Auch ihre Stimme zitterte. Lavey ging zum Grab und verneigte sich leicht. Es war ein Familiengrab, Yomi hatte einen Anschlag von Blue Amethyst überlebt, den Anschlag wegen dem ihre Familie gestorben war. Zwei Schwestern und ihre Eltern sowie Großeltern. Yomi hasste Blue Amethyst dafür, hatte aber auch einen Hass gegen Red Emerald, dass man nicht besser für ihren Schutz gesorgt hatte. Lavey konnte ihre Denkweise nicht verstehen, er war froh das es Leute gab die, um andere zu schützen, ihr Leben gaben. Natürlich fand er es nicht schön, das sie starben, aber die, die Kraft hatten konnten doch die, die keine Kraft hatten, beschützen. "Yomi... Du brauchst dich nicht so zu quälen. Es ist doch einsam. So wirst du nicht glücklich, denke bitte daran! Möchtest du etwa immer so einsam bleiben und nie Glück finden?" Yomi kicherte, bedankte sich bei Lavey. "Es ist einfach der Gedanke, dass ich sie verraten würde. Ich kann sie doch nicht einfach vergessen." - "Doch, das ginge. Und du würdest es nicht einmal merken. Du könntest nichts vermissen, was du nicht kennst. Und sie würden sich sicher auch freuen, wenn du endlich ein neues Leben beginnst." Blae kicherte, hockte sich zu Yomi und flüsterte ihr etwas in das Ohr, sie sah sie mit großen Augen an. "In diesem Zustand würdest du es wohl nicht schaffen, oder?" Yomi schüttelte den Kopf. "Lavey... Ich schätze.... Ich nehme das Angebot an...", sagte sie und sah Lavey dabei an. Dieser nickte kurz. "Schließ die Augen.", hauchte er leise und ging zu ihr, sie schloss wie er verlangte die Augen. Mit seiner Hand berührte er ihren Hals, umfasste ihn, aber nur leicht. Er löste die Seele aus dem Körper Yomis, die Seele verschwand in Lavey und Yomi verlor das Bewusstsein. "Blae... Könntest du dich um sie kümmern?" - "Versteht sich von selbst, natürlich." Kichernd nahm Blae Yomi auf, brachte sie zum Eingang des Friedhofes. Lavey folgte ihr.

- Friedhofstor

Sobald Yomi aufgewacht war erklärte Blae ihr alles. "Man hat dir eine zweite Chance gegeben, also verpatze sie nicht. Lebe
dein Leben glücklich und zufrieden, finde das Glück und sei einfach du
selbst, sobald du dich gefunden hast.
", sagte sie mit sanfter Stimme, Lavey lächelte leicht unf hoffte einfach nur, er hatte das richtige getan. Nie war er sich sicher, ob die Leute, denen er die Seele nahm auch wirklich glücklich wurden oder doch vereinsamten. Lavey verschwand in seinem Zimmer, Blae flitzte schnell hinterher nachdem sie sich von Yomi verabschiedet hatte, ihr noch ihren Namen zugerufen hatte.

- Laveys Zimmer

"Geht es dir nun besser?", frug Blae und strich Lavey über den Kopf, der die Augen nur schloss und still seufzte. "Ja. Und nein. Ich weis es nicht. Was hast du Yomi eigentlich zugeflüstert?" Blae kicherte. "Nun, dass sie, wenn sie Kinder bekommt ein Stück ihrer Familie weitergeben würde. So gebrochen wie sie war hätte sie nie eine Familie gegründet, wegen der Angst sie auch noch zu verlieren." Lavey lächelte leicht, lies sich auf den Hintern fallen und blickte seufzend an die Decke. "Blae... Du kannst gehen, wenn du möchtest...", sagte er. Blae aber schüttelte den Kopf. "Ich möchte bei dir sein. Wenigstens für einen Moment." - "Ich freue mich immer, wenn jemand hier ist, also bleibe so lange du möchtest.", sagte Lavey lächelnd.
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BeitragThema: Re: Friedhof   Friedhof I_icon_minitimeSa Mai 12, 2012 12:48 pm

- Auf dem Hügel am Friedhof

Lavey blickte in den Nebel, seufzte. Ja, auh er verspürte von Zeit zu Zeit Langeweile. Blae war nach einer Weile auch wieder gegangen. Er schloss die Augen, holte tief Luft. "Pure, white clouds. You, mother of heaven and beloved of the earth, give me the warmth, give me rain and snow. Let me see your beauty, let me feel your love. Swariswa!" Eine Frau, so schön wie der Himmel selbst, mit Haar welches dem Nebel ähnelte und so weiß wie die Wolken war, erschien. "Lavey, lange nicht gesehen.", Swariswa mit ruhiger, harmonischer Stimme. Leicht lächelte Lavey. Sie setzte sich zu ihm. "Was bedrückt dich? Bist du einsam?" Ein leises Kichern entfuhr ihrer Kehle, Lavey sah zu ihr. "Ihr seit immer bei mir, wieso fühle ich mich dann einsam? Irgendwie fühle ich mich schlecht deswegen..." Nun musste Swariswa lachen. "Oh, Lavey. Du bist und bleibst noch ein Kind. Wir sind zwar bei dir, aber nicht so, wie ein Lebender an deiner Seite bleiben könnte. Du sehnst dich vielleicht nach einem Freund oder einer Freundin. Vielleicht auch nach Liebe? Aww, lieber nicht. Rivalinninen kann ich nicht gebrauchen!" Stirnrunzelnd sah Lavey zu ihr. "Ich bin kein Kind... Und ihr seit doch meine Freunde..." Er vergrub leicht errötet den Kopf an seiner Ellbeuge. "Außerdem... lass den Quatsch! Wieso Rivalinninen?" Kichernd knuffte Swariswa Lavey, schmiss ihn auf die Wiese und schmuste mit ihm. "Welches Wetter wünschst du dir?", frug sie ihn. Er schloss die Augen. "Regen. Einfach nur kühlen Regen." - "Mit Nebel oder ohne?" Ehe Lavey irgendetwas sagte hüllte sich alles in dichten Nebel, es begann zu regnen. Wenn Mutter Swariswa ihren Kindern, den Wolken etwas sagte wurde es auch gemacht. Auch wenn sie sie meist nur freundlich bat. "Danke." Swariswa blickte schmollend zu Lavey, welcher den Kopf schräg legte, sie fragend anblickte. "Wenn du dir dieses Wetter wünschst... Möchtest du sicher alleine sein, nicht?" Lavey nickte leicht, entschuldigte sich. Kichernd strich Swariswa Lavey über den Kopf. "Kein Problem. Bis dann, Lavey~", sagte se noch und verschwand. Leicht seufzend spürte Lavey den kalten Regen auf seiner Haut, lächelte sanft. Nach einer Weile begann er zu zittern, fror wirklich sehr. Aber er wollte nicht rein. Nicht jetzt.
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BeitragThema: Re: Friedhof   Friedhof I_icon_minitimeSa Mai 12, 2012 10:47 pm

- Bad des Mausoleums

Im Keller des Mausoleums befand sich ein großer Raum indem ein sehr großes Becken stand, welches mit Wasser gefüllt war. Lavey zog seine Kleidung aus und ging die Treppen hinunter, lies sich in das warme Wasser gleiten. Dabei hatte er die Augen geschlossen, wollte seinen Körper nicht sehen. Seine Hände und die hälfte seiner Unterarme wirkten gräulich, auch die Füße bis zu den Knien waren in dieser Farbe gefärbt. Er zerfiel zunehmend, obwohl die Zersetzung des Körpers bei einem Slave meist erst nach einhundert Jahren oder später erst einsetzten. Das lag daran, dass sich Lavey die Seelen der Menschen, die er erlöste, nur in Notfällen selbst einverleibte. Ansonsten sah er nicht so aus. Inmitten des Beckens lies sich Lavey nach hinten fallen, trieb auf dem Wasser und blickte an die Decke. Dabei wirkte sein Blick kalt und leer. Er überlegte. Im Grunde konnte er Gatekeeper, eine seiner Beschwörungen, darum bitten ihm die Seelen welche sie dank ihm bisher erlöste zu geben und er nahm sie an sich, stärkte sich damit. Aber warum sollte er das tun? Es war ihm egal ob er lebte oder starb. Zwar hatte er Angst vor dem Tod, aber er konnte das Leben nicht genießen, lebte nur um ab und zu jemanden die Seele zu nehmen, dafür ein neues Leben zu geben. Leicht schüttelte er den Kopf, stieg wieder aus dem Becken und trocknete sich mit einem großen Handtuch ab. Danach zog er sich neue Kleidung an. Er machte sich auf den Weg in sein Zimmer, setzte sich an das Fenster.

- Laveys Zimmer

Mit der Handfläche strich er etwas Staub von dem Fenster, blickte hindurch. Der Regen hatte gestoppt, doch der Nebel war nicht verzogen. Leicht nieste Lavey, blickte kalt auf den Boden. Er mochte den Gedanken nicht, dass er sich vielleicht erkältete, also ging er los und holte sich eine Decke aus dem Wandschrank, zog sie über seine Schultern und setzte sich wieder auf die Fensterbank. Müde schloss er seine Augen, ruhte etwas. Doch als er Lärm hörte schnellte er erschrocken auf, blickte hinaus. Dort waren einige Jugendliche, die Gräber umtraten und sie verunstalteten. Mit ruhigem Blick ging Lavey hinaus.

- An den Gräbern

"Den Toten sollte man ihre Ruhe gönnen. Lasst die Gräber bitte in Ruh..." Die Jugendlichen sahen zu Lavey, lachten. "Was sonst, jagen uns die Geister?", lachte einer und die Anderen stimmten in sein Gelächter ein, verspotteten Lavey und die Toten. Lavey schloss die Augen, lächelte leicht. "Gute Idee.", kicherte er und sein Lächeln verging wieder, er konzentrierte sich und atmete tief ein. Obwohl er es auch hätte denken können so benötigte er weniger Kraft und Konzentration wenn er es laut aussprach. "Ghost of darkness, send me to the other world. Let me see how they're
feeling, let me take the pain of the pityful souls of the death, of
those who could not go to Nirvana. Cheatia!"
Chetaia erschien, stand vor den Unruhestiftern, die etwas blass um die Nase herum wurden. "..." Und plötzlich waren sie still. Die frechen Kommentare blieben ihnen wohl in der Kehle stecken und ihre Beine fingen an zu schlottern, oder sie zitterten etwas, allzeit bereit wegzulaufen. Beides war Lavey recht, solange sie dann endlich gingen. Chetaia grinste breit. "So, ihr wollt also auf Toten herum trampeln...", stellte sie ruhig fest, ging durch eines der Mädchen, die dort standen, durch. Ein kaltes Gefühl, wie man sich nun einmal fühlte wenn man merkte, dass man bald starb, durchfuhr das Mädchen, es stoppte, sobald Chetaia sie nicht mehr berührte. "Wisst ihr, das ist aber nicht nett. Am liebsten würde ich euch nun töten!" Schreiend sprangen die Jugendlichen auf, rannten davon. Nur das eine Mädchen, durch welches Chetaia gegangen war, fiel auf die Knie, war wie paralyziert, sie zitterte am ganzen Körper und Tränen liefen stumm ihr Gesicht hinab. Lavey ging zu ihr, lies Chetaia wieder verschwinden und half dem Mädchen auf. "Du hast gespürt, wie sie sich fühlen, oder?" Zitternd nickte das Mädchen, wusch sich die Tränen weg. "Bitte habe etwas mehr Respekt vor den Toten." Still schweigend verschwand das Mädchen, zwar mochte sie nun Reue verspüren, aber Lavey wusste, das hier hatte nichts geändert. Sobald sie wieder langeweile hatten kamen sie eventuell wieder. Seufzend ging Lavey wieder hinein, lehnte sich zitternd an die Wand, hatte die Decke umschlungen.

- Laveys Zimmer

Er biss sich leicht auf die Lippen, Schmerzen wallten in seinem Brustkorb auf. Sie wurden immer stärker, langsam und drängend. Doch schlagartig wurden sie unerträglich, Lavey riss die Augen auf und schrie, lies sich zu Boden fallen. Er krümmte sich unter den Schmerzen zusammen, erschlaffte nach einiger Zeit. Auch wenn die Schmerzen nicht vorbei waren, Lavey hatte nicht die Kraft, sich nun zu winden. Kalt und gequält blickte er an die Wand, wimmerte und zuckte unter den Schmerzen ab und zu, wenn sie kurzzeitig wieder unerträglich wurden. Noch eine Weile verweilte er so, verlor das Bewusstsein da er keine Kraft mehr hatte, komplett ausgelaugt war.
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BeitragThema: Re: Friedhof   Friedhof I_icon_minitimeSo Jul 29, 2012 8:13 am

Müde und erschöpft öffnete Lavey seine Augen, blickte an die Wand. Sein ganzer Körper war schweißgebadet, sein Hals schmerzte. Nein, sein ganzer Körper schmerzte noch. Im Moment hatte er weder die Kraft aufzustehen noch eine seiner Beschwörungen zu rufen, also blieb er ruhig liegen, bis er sich etwas gefangen hatte. Sobald es ging stand er auf und ging zum Bad.

- Bad des Mausoleums

Zittrig entledigte sich Lavey seiner Kleidung, stieg die Stufen des großen Beckens hinab. Er wusch seinen Körper, stieg dann wieder aus dem Bad und schnappte sich ein großes Handtuch, warf es sich um. Wieder verlies ihn die Kraft, er knickte weg und kniete zu Boden, stützte sich mit den Händen ab. Ein pulsierender Schmerz lies ihn schreien, doch kein Ton verlies seine Lippen. Dazu war er schon zu heiser. Sobald auch dieser Schmerz endlich nach lies ging er wieder auf sein Zimmer, um sich anzuziehen.

- Laveys Zimmer

Schnell noch die Decke geschnappt, da es kalt war. Lavey setzte sich an das große Fenster und blickte hinaus, seine Miene war neutral. Seufzend schloss er die Augen, beschwor Falaza. Jene blickte besorgt zu Lavey. "Armes, kleines Mäuschen...", meinte sie und nahm ihn in die Arme, strich ihm über den Kopf. Lavey mochte es von Zeit zu Zeit etwas umsorgt zu werden, doch gerade war es ihm einfach nur unangenehm. "Bitte..." Falaza lies ihn los, seufzte. "Du musst dich erst um dich selbst kümmern, dann kannst du andere retten, weist du? Bitte, Lavey." - "Ich sterbe nicht. Nicht, bis ich meine Versprechen gegenüber euch gehalten habe. Ausnahmslos.", sagte er mit strenger Stimme, blickte zu Falaza auf. "Danach... Ist es mir egal, was mit mir passiert." - "Lavey..." Schweigend verbrachten die Beiden ihre Zeit am Fenster, blickten hinaus, machten aber nichts.
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BeitragThema: Re: Friedhof   Friedhof I_icon_minitimeMo Jul 30, 2012 2:54 am

Der stille Seufzer hallte in dem großen Raum wieder, Falaza lächelte breit. "Du möchtest am liebsten hier weg, oder?" - "Der Friedhof stimmt mich traurig.", meinte er, schloss die Augen. "Aber ich brauchte nicht glücklich zu sein. Alles was ich brauche sind die Leute, die hier immer wieder beten und weinen, die die ich erlösen, hoffentlich helfen kann. Und ihr. Selbst der Gedanke, dass ich alleine sein werde macht mich fertig." Grummelnd ging Falaza durch den Raum. "Du brauchst dringend jemanden, der dir den Arsch versohlt, Kleiner!", meinte sie und stämmte undamenhaft die Arme in die Hüften, pustete eine Strähne aus ihrem Gesicht. Lavey lachte leis, ging zu ihr und strich ihr die restlichen Strähnen aus ihrem Gesicht, die sich durch eine schwungvolle Drehung gelöst hatten. "Wozu brauche ich Glück? Wenn ich sterbe bleibt mir davon nichts, ganz im Gegenteil. Es schmerzt nur noch mehr. Und wenn ich jemanden hätte dem ich wichtig bin... Dieser Person tut es auch nur weh. Selbst wenn ich lebe leide ich oft, ich will niemanden mit leiden lassen." Falaza schlug Lavey eine, welcher Überrascht zur Seite guckte, sich die Wange hielt. Schnell färbte sie sich rötlich. Ein Zischen verlies den Mund von Falaza, sie verschwand. Musste sich erst beruhigen, sonst tat sie Lavey nur weh. Jener fiel auf die Knie, blickte kalt auf den Boden. Nicht nur seine Wange schmerzte. Stiche zierten seine Brust, Tränen kullerten über seine Wange.
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BeitragThema: Re: Friedhof   Friedhof I_icon_minitimeDo Sep 20, 2012 7:19 am

Nach einer Weile hatte sich Lavey beruhigt, trotzdem saß er noch am Boden und blickte zur Wand, seufzte. Er wurde immer antriesloser mit der Zeit, immer müder. Als er krach hörte, schnellte er auf und sah aus dem Fenster. Doch war der Krach scheinbar nicht draußen, was er merkte als die Tür zu seinem Zimmer aufknallte. "Da... ist er!", meinte das Mädchen, welches er noch erkannte. Sie war einer der Unruhestifter vom letzten Mal. Neben ihr standen zwei große, stämmige Männer die breit grinsten. "Jetzt zeigen wir dir mal, was mit denen passiert die unsere kleine Schwester ärgern!", meinte einer und der andere packte sich Laveys Hand, der am liebsten flüchten wollte. Ein Schlag in die Magengegend, Lavey merkte nur wie ihm die Magensäure in den Mund schoss und er im nächsten Moment am Boden kniete, hustete. Allerdings hatte er nicht viel Zeit zu realisieren was gerade passiert war, ein weiterer Schlag folgte, mehrere. Sobald er am Boden lag gingen sie lieber auf Tritte über, da sie sich nicht hinknien wollten oder Lavey aufrecht halten damit sie ihn weiter schlagen konnten. Erst als Lavey keinen Mucks mehr machte grinsten sie zufrieden, gingen mit ihrer Schwester weg.

Nach zwei Tagen wachte Lavey wieder auf, merkte nur das widerliche Gefühl von getrocknetem Blut überall auf seinem Körper, welcher schmerzte. Er setzte sich auf, griff nach seiner Mütze und zog sie auf, hockte sich hin und wimmerte leis, immer wieder wenn sein Körper zu schmerzen hegann. Er verlor zwischenzeitlich immer wieder das Bewusstsein, wachte aber schnell auf und merkte nur, wie er am liebsten wieder weinen wollte. Schmerzen hielt er nun einmal schwer aus.

Noch einige Zeit verging bis Lavey endlich wieder normal stehen konnte. Allerdings tat selbst dann noch teilweise sein Körper weh, er hatte Blae nicht beschworen denn er wollte gerade keinen sehen, doch lieber mal alleine sein. So allein war er nicht, als er merkte wie die Tür noch einmal aufging, wo er doch nun fünf Tage Ruhe gehabt hatte. Die Jungs von vorher kamen rein, blickten Lavey an. "Ich sagte doch, der is' noch da! Also her mit dem Geld!" Der andere Zischte, als scheinbar sein Zwillingsbruder das sagte, gab ihm etwas Geld. "Tsche, wegen dir hab ich die Wette verloren! Warum bist du nicht abgehauen!" - "Bringen wir ihn doch einfach dazu!" Sie lächelten unheilvoll, blickten zu Lavey, zumindest zu dessen Rücken, da er einfach flüchtete. Wenn sie ihn nun erwischten musste er noch Angst haben zu sterben.

- Friedhofstor

Am Eingang zum Friedhof erwischten sie ihn, schlugen ihn zu Boden und hatten dieses Mal wohl hilfsmittel mit denen sie auf Lavey einschlugen. Leise, kaum hörbar flüsterte Lavey die Beschwörungsformel von Falaza, die Jungs lachten nur. "Letzte Gebete?" - "Das sollte ich euch fragen!", fauchte Falaza als sie beschworen war, hinter den Jungs stand. Sie drehten sich um, blickten sie mit geweiteten Augen an. Sie flüchteten schreiend weil die Raben sie angriffen, ihnen sogar in die Arme bissen bis es blutete, mit ihren Schnäbeln auf ihre Köpfe einschlugen. Falaza lachte leicht, ging dann aber zu Lavey, der sie verschwinden lies ehe sie etwas sagen konnte. Mit einer Hand hielt er sich den Arm, welcher bitterlich blutete, vielleicht sogar gebrochen war. Aber das interessierte Lavey gerade gar nicht. Alles, was er nun wollte war etwas Ruhe, er ging aus dem Friedhof, aus Ethilion und tapste durch die Gebiete von Red.

tbc: Irgendwo in Red
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